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  • Kundengeschichte

Der Alpomat denkt den Hofladen neu

Ein innovativer Ansatz der Direktvermarktung ermöglicht Bauernhöfen einen Vertrieb rund um die Uhr in der Stadt.




Der Alpomat ist ein Selbstbedienungsautomat mit hochwertigen Hofprodukten aus umwelt- und tierfreundlicher Produktion. Die beteiligten Bauernfamilien verkaufen auf diese Weise ihre Produkte ohne Zwischenhandel direkt in der Stadt. Es war ein innovatives Projekt zur Förderung von regionaler Wertschöpfung, welches auch seine Tücken hatte.



Der Alpomat bringt Hofprodukte direkt von den Bäuerinnen und Bauern in die Stadt. Und natürlich stammt die Idee von einer Bäuerin: Margrit Abderhalden hat dieses Vermarktungskonzept erfunden, da ihr Bauernhof abgelegen ist. Mit Hilfe der Kleinbauern-Vereinigung konnte der Alpomat entwickelt und an 10 Standorten in Zürich umgesetzt werden. Die Kleinbauern-Vereinigung ist eine Organisation, welche sich für eine vielfältige, ökologische und soziale Landwirtschaft einsetzt. Eines ihrer Ziele besteht darin, Bauern und Konsumentinnen wieder näher zusammenbringen. Daher fördert sie Initiativen zur Direktvermarktung.


Ausdauer war gefragt

Dass bei einem innovativen Projekt wie dem Alpomaten schwierige Fragestellungen oder auch mal Rückschläge aufgetreten, ist normal. «Der Alpomat war eher ein Marathon anstelle eines Sprints.» sagt Patricia Mariani von der Kleinbauern-Vereinigung rückblickend. Mit der Inbetriebnahme der ersten Automaten im 2018 war der erste Meilenstein erreicht. Doch es zeigte sich, dass ein Automat an sich noch kein Selbstläufer ist. Interessierte Passanten mussten Käufer und Wiederkäufer werden. Nur durch Aktivierung der Passanten und viele Optimierungen konnte der Alpomat erfolgreich sein. Die Lockdowns während der Corona-Pandemie stellten diesbezüglich eine Ausnahme dar, da in dieser Zeit die kontaktlosen Alpomaten mitten in den Zürcher Quartieren geradezu leer gekauft wurden.


Schritt für Schritt zum Ziel

Nach der Pandemie musste das Projektteam die Erwartungen wieder relativieren. Auch der Vorteil des kontaktlosen Einkaufens war schliesslich in anderen Bereichen ein Nachteil: Bei technischen Schwierigkeiten und Zahlungsproblemen war niemand vor Ort. Diese Probleme mussten gelöst werden, im besten Fall im persönlichen Gespräch mit den Kundinnen und Kunden. Zudem waren Umplatzierungen an besser frequentierte Standorte und eine Optimierung der Logistik notwendig. Im fortschreitenden Projektverlauf stellte sich heraus, dass es dafür grössere Investitionen brauchte. Um diese sicherzustellen, führte das Team erfolgreich ein Crowdfunding durch. Seit 2023 läuft das Projekt im regulären Betrieb, also eigenständig ohne zusätzliche Unterstützung der Kleinbauern-Vereinigung. Die Umsätze konnten stetig gesteigert werden. Mittlerweile können 13 Bauernfamilien durch den Alpomaten einen Zusatzverdienst erzielen.


Unterstützung durch Upyard

«Wir haben die Expertise und unkomplizierte Art von Upyard sehr geschätzt. Sie haben uns bei verschiedenen Aufgabenstellungen begleitet. Dabei haben wir uns sehr verstanden und unterstützt gefühlt.» sagt Patricia Mariani über die Zusammenarbeit.


Aktuelle Standorte und weitere Informationen zum Alpomat finden Sie unter www.alpomat.ch

Die Kleinbauern-Vereinigung (Vereinigung zum Schutz der kleinen und mittleren Bauern, VKMB) setzt sich mit Projekten, Kampagnen und auf politischer Ebene für eine vielfältige, ökologische und soziale Landwirtschaft ein. Im Verein arbeiten 8 Mitarbeitende. Die Geschäftsstelle liegt in Bern. Der Verein zählt auch viele Konsumentinnen und Konsumenten zu seinen Mitgliedern.


Foto: Kleinbauern-Vereinigung


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